Inzwischen hat sich ein bisschen so etwas wie Alltag eingestellt, am Anfang der Woche war ja auch schon die Hälfte meiner Reise um. Anfang der Woche ging es im Büro noch etwas zu, da diese Woche eine neue Version unserer Software fertiggestellt worden ist. Gegen Ende gibt es dann doch immer noch das eine oder andere zu ändern und alle sind etwas nervös. Jetzt habe ich auch diesen Teil mal hier vor Ort erlebt und nicht nur über Telefon und Internet.
Ein paar mal bin ich auch schon mit dem Fahrrad ins Büro gefahren. Das geht besser als befürchtet, es sind auch nur etwa 8 km. Gefühlt am längsten braucht es, vor dem Hotel auf die andere Seite der vierspurigen Straße zu kommen. Keine Sorge, dafür gibt es eine Fußgängerampel, nur braucht die sehr lange, bis sie endlich umschaltet. Der Rest des Weges geht dann über Fußwege, Seitenstreifen und ruhige Straßen im Wohngebiet.
In der Firma gibt es dann sogar Fahrradstellplätze in einer Tiefgarage, von der ich bisher noch gar nicht wusste, dass es sie überhaupt gibt. Den Zugang dafür musste man beantragen, das hat für mich aber der Kollege erledigt, von dem ich das Fahrrad ausgeliehen habe. Er stellt sein Fahrrad nämlich auch dort ab. Außerdem habe ich mir auf seinen Rat auch einen Gastzugang zum Fitnesscenter im Gebäude besorgt. Dort gibt es nämlich Duschen samt Handtüchern, was ganz praktisch ist – teilweise war es auch um 7 Uhr morgens hier schon relativ warm und schwül, so dass ich auf dem Fahrrad ins Schwitzen gekommen bin.
Dazu gehören aber nach wie vor auch die kleinen Tücken des Alltags. Zum Beispiel die Türen, wobei ich es inzwischen meistens schaffe, sie auf Anhieb richtig zu öffnen. Das ist nämlich gar nicht unbedingt so einfach. Zum einen sehe ich es den Türen hier nicht unbedingt an, wie herum sie aufgehen. Zum anderen steht da zwar Pull oder Push darauf, wenn ich aber nachdenken muss, ob das jetzt gerade Ziehen oder Drücken heißt, braucht es halt tendenziell doch immer etwas zu lange und ich stehe schon an der Tür. Eigentlich sind die Flure ja lang genug, dass man früh genug nachdenken kann aber es hat am Anfang trotzdem oft nicht geklappt. Ganz schlimm ist es natürlich, wenn man nebenher noch mit jemand redet. Aber in den Bereichen, in denen ich häufig unterwegs bin, kenne ich die Türen inzwischen gut genug.
Türen sind sowieso immer wieder interessant. Ausgänge sowohl im Hotel als auch in der Firma haben meistens eine Art Druckplatte über die ganze Breite, vermutlich als Fluchttür. Da sieht man natürlich sofort, dass man drücken muss. Dafür stellt sich manchmal die Frage, auf welcher Seite die Tür angeschlagen ist, das merkt man dann aber zum Glück recht schnell.
Irgendwann habe ich dann durch Zufall festgestellt, dass man hier außerdem die Türklinke nicht nur herunterdrücken kann. Man kann sie auch Hochziehen um die Tür zu öffnen. Als ich das einem Kollegen gegenüber erwähnt habe, war er überrascht, dass das bei uns nicht so ist. Wobei es vermutlich ganz praktisch ist, weil man die Tür leichter mit dem Knie öffnen kann, wenn man die Hände gerade nicht frei hat.


