Samstag, 30. Juni 2018

Minneapolis

Der Wetterbericht hat heute Morgen die Frage, was ich machen soll, etwas schwierig gemacht. Am Vormittag sollte es weiterhin heiß bei über 30 °C sein aber für den frühen Nachmittag war eine Kaltfront mit unter Umständen starken Gewittern angesagt. Einen größereren Ausflug wollte ich daher lieber nicht machen – wobei um es gleich vorweg zu nehmen, am Ende gab es bis Abends keine Gewitter, nur am späteren Nachmittag ein kurzer, kräftiger Schauer.

Nach etwas Überlegen habe ich mich dann auf den Weg nach Minneapolis gemacht. Das ist sozusagen die große Zwillingsschwester von Saint Paul. Wobei die beiden Städte recht unterschiedlich sind: Saint Paul ist die eher ein bisschen behäbigere und kleinere Hauptstadt, Minneapolis die großstädtischere lebendigere. Dort war ich noch nicht so oft, zum einen ist es weiter weg und zum anderen durch die Größe auch unübersichtlicher und mit dem Auto komplizierter.

Aber heute war es endlich mal an der Zeit, den Minneapolis Sculpture Garden zu besuchen. Dieser Park gehört zu dem daneben stehenden Museum für zeitgenössische Kunst und ist besonders für ein Kunstwerk bekannt:



Ein Bild dieser Skulptur ist in vielen Prospekten und Reiseführern für die Gegend zu finden. Wobei ich bis heute nicht wusste, das es auch ein Brunnen ist. Aus dem Stiel der Kirsche sprüht nämlich feiner Wassernebel, was bei den Temperaturen heute aber angenehm war. Aber auch andere Skulpturen stehen in dem Park, wobei wie meist bei zeitgenössischer Kunst war jetzt nicht alles unbedingt mein Fall ist. Faszinierend fand ich ein Pferd, das aus in Bronze abgegossenem Treibholz zusammengesetzt ist.


Es gibt auch einen Baum mit 47 unterschiedlichen Windspielen die heute auch zu hören waren, da ein leichter Wind ging.


Nachdem das Wetter noch immer schön war bin ich anschließend noch zu einer anderen Sehenswürdigkeit von Minneapolis gefahren, nämlich der Stone Arch Bridge über den Mississippi.



Mit ihren 130 Jahren ist es für europäische Verhältnisse ja nicht alt, für hier aber schon. Außerdem ist es bis heute die einzige Brücke dieser Art über den Mississippi. Der hat bis zu seiner Mündung in New Orleans zwar noch einen weiten Weg, dafür ist er hier aber schon erstaunlich groß. Wobei er derzeit auch noch Hochwasser hat. An der Brücke aber eigentlich interessant ist, dass sie inzwischen für Fußgänger und Fahrradfahrer reserviert ist und man von der Brücke einen guten Blick auf die Skyline von Minneapolis hat.



In der Gegend stehen auch noch ein paar ehemalige Großmühlen die inzwischen aber alle anders genutzt werden. Hier war auch mal die Firma Pillsbury's, von denen ursprünglich die Knack & Back Aufbackbrötchen stammen. Ende des 19. und Anfang des 20. Jahrhunderts war das wohl mal die größte Getreidemühle der Welt.