Samstag, 23. Juni 2018

Ausflug

Nachdem heute Morgen die Wettervorhersage für heute besser als für morgen war habe ich einen kleinen Ausflug gemacht. Was hier halt so unter klein läuft – am Ende waren es dann doch über 150 km Fahrt.

Das Problem hier ist ja, dass mich nicht einfach so irgendwo spazieren gehen oder wandern kann. Dafür braucht man irgendein öffentliches Gelände da im Prinzip erstmal alles Privatbesitz und damit nicht zugänglich ist. Erschlossene öffentliche Gelände sind dann meistens eine Art Park, so wie Nationalparks gibt es beispielsweise auch noch State Parks oder County Parks. Die sind meistens ganz nett und es gibt eigentlich auch immer ausgewiesene Wanderwege.

So einen State Park hat mir am Freitag im Büro noch eine Kollegin empfohlen und zwar den Interstate State Park in Taylors Falls am Saint Croix River. In diesem Fall bezieht sich Interstate nicht auf eine Schnellstraße sondern darauf, dass der Park an der Grenze zwischen Minnesota und Wisconsin liegt und es auf jeder Seite einen solchen Park gibt.

Der Anfang war heute für mich ein bisschen kompliziert. Da ich nur nach Karte gefahren bin, hat mich zunächst die Nummerierung der Highways verwirrt. Ich wusste, dass ich auf die 8 abbiegen muss. Nur leider kam zuerst die County Road 8 die ich natürlich gleich mit dem US Highway 8 verwechselt habe. Der Unterschied auf den Schildern ist nämlich nur das Symbol um die Zahl herum. Zum Glück habe ich den Fehler aber schnell gemerkt und habe umgedreht.

Am State Park angekommen war dann leider der Parkplatz voll, so dass ich erstmal ein Stück weiter gefahren bin. Da kam dann ein anderer, kleiner Park direkt am Fluss der hier an einem Kraftwerk aufgestaut ist. Darum gibt es auch keinen Wasserfall, obwohl der Ort so heißt. Dafür gab es ruhiges Wasser mit schönen Spiegelungen:


Auf einer Bank habe ich dann ein bisschen auf der Karte nachgesehen und festgestellt, dass der eigentliche State Park zwei Parkplätze hat. Also bin ich zu dem anderen gefahren, der dann zum Glück auch nicht voll war. Wie so vieles hier sind die State Parks nicht kostenlos sondern um mit dem Auto hinein zu fahren braucht man ein permit. Das für einen Tag $7 kostet, darauf hin habe ich gleich die Variante für ein ganzes Jahr für $35 gekauft. Das gilt für alle State Parks in Minnesota und da werde ich sowieso noch den einen oder anderen besuchen. Das Ganze ist dann einfach ein Aufkleber hinter der Windschutzscheibe:



Letztes Wochenende hatte es hier stark geregnet und der Fluss hatte ziemlich viel Wasser aber glücklicherweise waren die Wanderwege offen. So konnte ich am Fluss entlang bis in den Ort gehen, wo ich mich erstmal in ein kleines Café gesetzt habe. Der Blick aus dem Fenster hat dann keine Zweifel daran gelassen, dass ich gerade in den USA war:


Zurück bin ich dann auf einem anderen Weg der über die Sandsteinhügel oberhalb geführt hat. Da sah es dann unterwegs fast ein bisschen wie im Schwäbischen Wald aus:



Das waren am Ende so knapp 7 km wobei ziemlich ins Schwitzen gekommen bin, da es wohl so um die 26 °C hatte. Aber auf der Heimfahrt am Fluss entlang hat die Klimaanlage wieder für Abkühlung gesorgt.

Freitag, 22. Juni 2018

Einkauf

Die letzten Tage waren für mich eher anstrengend, da es morgens immer recht früh losging. Zudem hat mich der Jetlag diesmal leider ziemlich stark erwischt und ich habe die vergangenen Nächte leider nie richtig gut geschlafen. Darum war ich Abends eigentlich immer zu müde, um noch irgendetwas zu machen.

Aber jetzt ist Wochenende und es war Zeit endlich Einkaufen zu gehen. Das Appartement im Hotel hat je eine kleine Küche und die möchte ich schon nutzen und nicht dauern Essen gehen. Ganz in der Nähe des Hotels gibt es einen Biosupermarkt den ich mir diese Woche abends schon mal angesehen habe. Aber ein kleines Stück weiter gibt es auch einen ganz normalen und für amerikanische Verhältnisse vermutlich mittelgroßen ganz normalen Supermarkt. Da bin ich heute Abend dann endlich Einkaufen gegangen, schließlich brauchte ich heute etwas zum Abendessen. 

Der Einkauf hat dann relativ lange gebraucht. Das lag unter anderem daran, dass der Laden ganz anders organisiert ist, als man das so von zu Hause kennt. Käse gab es beispielsweise an drei unterschiedlichen Stellen. So bin ich den Laden nicht nur einmal komplett abgelaufen sondern musste teilweise auch mehrfach hin und her laufen bis ich alles hatte. Eine positive Überraschung gab es aber auch gleich, nämlich relativ vernünftiges Brot

Durch unserem Urlaub in den USA vor drei Jahren wusste ich ja schon, dass man die Preise am besten gar nicht erst mit Deutschland vergleicht. Trotzdem war ich am Ende doch wieder überrascht, dass es am Ende doch über $50 gekostet hat. So viel war es nämlich gar nicht:

Dafür konnte ich dann anschließend gleich Vespern und es gab auch einen Salat dazu. Nur die Messer hier sind zum Brotschneiden leider ziemlich ungeeignet – vermutlich hätte ich das Brot doch besser im Supermarkt schneiden lassen sollen.

Mittwoch, 20. Juni 2018

Verkehrte Welt

In Seefeld fängt der Tag normalerweise damit an, bei die eMails zu erledigen, die über Nacht aus den USA gekommen sind. Danach kann meist in Ruhe und konzentriert etwas getan werden. Nachmittags gehen dann so ab zwei oder drei die Telefonkonferenzen los und man kann mit den Kollegen in den USA noch Dinge abklären. Teilweise geht das direkt bis zum Feierabend so.

Hier ist es jetzt aber genau umgekehrt. Es sind ja dieselben Telefonkonferenzen nur sind sie hier schon gleich morgens als erstes. Heute morgen ging es beispielsweise um halb sieben los, der Termin ist extra so früh, da hauptsächlich Leute aus Bayern und aus Indien beteiligt sind.

Also war frühes Aufstehen angesagt. Das Frühstück im Hotel gibt es erst ab halb sieben also habe ich heute im Zimmer eine Kleinigkeit gefrühstückt. Dann ging es zu 3M wo es aber um diese Zeit noch sehr ruhig ist. Insbesondere war es noch relativ dunkel und ich habe noch nicht herausgefunden, wo man im Großraumbüro das Licht anschalten kann.

An den anderen Tagen ist der erste Termin aber auch gleich gegen acht. Der Vormittag ist dann so bis um zehn oder elf relativ voll gepackt. Neben den Terminen gilt es dann möglichst auch noch die eMails von den Kollegen aus Deutschland zu lesen und zu beantworten. Aktuell finde ich das sehr anstrengend, mal sehen, ob ich mich daran noch gewöhne. Wobei mir schon einige amerikanische Kollegen gesagt haben, dass sie es umgekehrt auch eher anstrengend fanden. Anscheinend ist es also eher eine Frage, was man gewöhnt ist.

Montag, 18. Juni 2018

Hotel

Das Hotel in dem ich jetzt die nächsten Wochen wohne kannte ich ja schon von meiner letzten Dienstreise im Herbst 2016.


Diesmal habe ich allerdings ein anderes Zimmer das wenn man hineinkommt erst einmal so aussieht:


Dann gibt es da noch die Küche, die größer als erwartet ist...


Das Schlafzimmer ist extra, so dass ich beim Kochen die Tür zumachen kann. Dort merkt man auch, dass man in den USA ist wo die Dinge gerne mal etwas größer ausfallen. In anderen Ländern wäre das Schlafzimmer alleine ein Hotelzimmer:


Es gibt auch einen Raum mit 6 Waschmaschinen und Trocknern, die auch erstaunlich modern sind. Trotzdem gibt es natürlich nur die 3 Stufen kalt, warm und heiß. Dafür kostet die Wäsche auch nur $1,75 und das Waschmittel dazu gibt es wohl kostenlos an der Rezeption.

Sonntag, 17. Juni 2018

Flug

Das größte Problem beim Flug war eigentlich, heute morgen in München den richtigen Check-In-Schalter zu finden. Nur so am Rande, man darf nicht den Schildern mit „Check-In‟ folgen. Aber trotzdem war genug Zeit einen Cappuccino zu trinken.

Der Flug nach Amsterdam ist problemlos verlaufen, leider gab es viele Wolken so dass ich trotz Fensterplatz nicht viel sehen konnte. In Amsterdam ging das Umsteigen trotz einiger Lauferei ziemlich flott über die Bühne. Am Gate war dann mal wieder zu sehen, dass manche Leute definitiv nicht so pingelig sind, was die Bestimmungen für das Handgepäck angeht. Wobei eine Frau mit Hilfe des Gestells offensichtlich darauf hingewiesen wurde, dass Ihr Koffer zu groß sei.

Der Weiterflug von Amsterdam nach Minneapolis war ging dann auch pünktlich. Wie schon beim letzten Mal gab es erstaunlich viel zu Essen und Trinken. Mit Lesen und Filmen ging die Zeit dann auch halbwegs erträglich vorbei. Außerdem hatte ich wieder einen Fensterplatz und ab und zu gab es etwas zu sehen, zum Beispiel über Grönland:


Die Warterei zwischendurch wurde außerdem erträglicher, da ich mich mit einer Kollegin unterhalten konnte, die den gleichen Flug hatte. Warten war dann nämlich zuerst bei der Einreise angesagt, wo irgendwie der Automat und ich nicht so richtig warm wurden und ich daher nochmal an den Schalter musste. Dafür konnte der Beamte dort ein paar Brocken Deutsch und hat mich gefragt ob ich auch keine Schweinshaxe dabei hätte.

Ganz am Ende hat es dann aber nochmal richtig lange gedauert, nämlich bei der Autovermietung. Da gab es nur einen Mitarbeiter und eine ganz ordentliche Schlange, so dass es über eine Stunde gedauert hat. Dafür gab es auch gleich eine kleine Unterhaltung mit anderen Amerikanern in der Schlange hinter mir.

Samstag, 16. Juni 2018

Packen und so

Der heutige Tag war von den Vorbereitungen auf den Abflug bestimmt. Das Packen hat sich schwieriger als erwartet gestaltet. Nachdem die Frage, was ich an Kleidern mitnehme endlich geklärt war, stellte sich der Koffer als zu schwer heraus. Also musste ich ein paar Sachen wieder auspacken und ein paar noch in das Handgepäck stecken. Damit sollte jetzt aber alles eingepackt sein und das Gepäck auch den Regeln entsprechen.

Als Abschiedsessen gab es heute Mittag auch noch ein leckeres Gulasch mit Strudeln zum Mittagessen:

Jetzt ist aber alles so weit fertig und morgen früh geht es los.