Seit jetzt schon einer Woche bin ich nicht mehr alleine sondern habe Besuch von meiner lieben Frau. Es hat alles gut geklappt und sie ist gut angekommen. Das ist sehr schön, hat aber auch den Nebeneffekt, dass ich seit dem nicht mehr zum Schreiben gekommen bin. Darum nun nur kurz ein bisschen was an Neuem.
Am letzten Donnerstag waren wir dann mit einem Kollegen auf der Washington County Fair. Das County ist hier so ganz grob das Gegenstück zum Landkreis in Deutschland, also die Verwaltungseinheit über den Städten und Gemeinden und unterhalb des Bundesstaats. Der Sheriff ist zum Beispiel auf der Ebene des County angesiedelt. Das Hotel hier liegt in Woodbury und das wiederum gehört zum Washington County. Letzte Woche war nun die County Fair und ein Kollege mit dem ich relativ viel zu tun habe hat gefragt, ob wir uns dort mit ihm und seiner Frau treffen möchten. Eine seiner Töchter war dort an einer Aufführung beteiligt und darum war er sowieso dort.
Also haben wir Abends uns dort getroffen, ohne ganz genau zu wissen, was uns eigentlich erwartet. Fair kann man irgendwie nicht so richtig übersetzen, das bewegt sich irgendwo zwischen Messe und Jahrmarkt. Also ist das beste, sich das Ganze mal anzusehen. Anders als ein Jahrmarkt kostet es Eintritt, wenn auch nicht so furchtbar viel. Es findet auch auf den Fairgrounds statt, einem speziellen Gelände das aber auch sonst für Veranstaltungen genutzt wird. Es ist aber nicht nur eine Wiese sondern es stehen auch einfache Hallen dort.
Die Fair war dann irgendwie eine Mischung aus Volksfest, Krämermarkt und Leistungsschau. Es gab einen kleine Vergnügungspark mit Fahrgeschäften, den wir uns aber gar nicht erst angesehen haben. Es gab natürlich zahlreiche Stände mit Essen und Trinken, da haben wir auf die Empfehlung des Kollegen hin zuerst ein pulled pork on a bun und ein beef brisket sandwich und anschließend gegrillen Mais gegessen. Beides war ausgesprochen lecker.
Einen großen Teil des Geländes nehmen aber die Ausstellung mit Erzeugnissen aller Art ein. Das geht von Kleintieren wie Hühnern oder Kaninchen über Schweine und Schafe bis hin zu Kühen und Pferden. Die werden jeweils ausgestellt und prämiert. Das gibt es aber nicht nur für Tiere sondern auch für selbst angebautes Gemüse, selbst herstellte Marmelade oder Kuchen bis hin zu Holzarbeiten und Fotografien. Die Sachen werden jeweils prämiert und bekommen Preise unterschiedlicher Kategorien. Jeder Teilnehmer bekommt eine Auszeichnung in Form eines Stoffbandes unterschiedlicher Farbe.
Insgesamt war es ein sehr nett Abend sowohl was die Veranstaltung anging als auch die Unterhaltung mit dem Kollegen und seiner Frau. Es war sicher nicht spektakulär aber irgendwie ein schöner Einblick in eher alltägliche Dinge.
Ach so, den Foto hatten wir nicht dabei, darum gibt es diesmal keine Bilder.